Nacht und Tag auf der Erde
Kunsthalle Emden 15.11.25 – 12.4.26

Der eigentliche Grund, warum ich mir diese Ausstellung gestern in der Kunsthalle Emden angesehen habe, war: warum bin ich so voreingenommen und skeptisch, wenn die Arbeiten von Personen gezeigt werden, die auf weiteren Gebieten erfolgreich sind oder waren. Die Ausstellung bestätigt meine Skepsis. Hier steht vor allen Dingen A.M-St. im Vordergrund; er blickt von allen Plakaten und beschallt hinter einer eingezogenen Wand riesengroß die Zuhörer und auch die Besucher, die kein Interesse daran haben. Die Besucher bekommen wahrlich eine Menge zu sehen und ich bin überzeugt, es werden viele kommen, weil sie neugierig sind und sehen wollen, was A.M-St. anbietet. Aber seine Arbeiten werden nicht für sich stehen können, sie sind immer mit seiner Person verbunden, auch durch die vielen handschriftlichen Mitteilungen, die auf den Bildern zu sehen sind, wie auch durch die Filme und Lesungen.
In den nächsten Räumen hängen Lithographien aus den Beständen der Kunsthalle und es läuft ein Video, das sehr genau die Lithographie erklärt. Diese Extrapräsentation steht nur dadurch in einem Zusammenhang mit den Arbeiten von A.M.-St., dass dort auch Lithographien gezeigt werden. Ein paar Schritte weiter komme ich durch einen Raum, der für die Kunstvermittlung gedacht ist. Zwei große Wände später freue ich mich über eine beeindruckende Reihung von schwarz-weißen Kinder- Tusche(?)-Zeichnungen.