High as a Kite – Luftschlösser in Kunst und Wirklichkeit – Kunsthalle Wilhelmshaven vom 17.1.-6.4.2026

Christian Jankowski, Luftschloss Burg, 2026, Neon, Metall

Luftschloss Burg, Skizze von Gabriel L., Elektriker, (Chipperfield Baustelle am Chateau Royal), 2022

Insgesamt waren es 10 Luftschloss-Skizzen, Christian Jankowski, 2025. Sämtliche Skizzen von Arbeitern verschiedener Baustellen auf technischen Bauzeichnungen von Herzog & de Meuron. Die Idee fand ich spannend, hat aber nicht so richtig funktioniert. Die Skizzen der Arbeiter zeigten keine fantasievollen Luftschlösser, vielleicht weil nicht vorher darüber gesprochen wurde oder sie sind in Eile in der Arbeitspause entstanden. Schade um die Idee, da wäre mehr drin gewesen.

Beeindruckt hat mich die Arbeit von Andrea Pichl „Wessen Morgen ist der Morgen, wessen Welt ist die Welt“ von 2023. 4 Bauplanen auf Bauzäunen, die Fotografien von krachend gescheiterten (Abriss oder Leerstand) Bauvorhaben zeigen.

Zum Trost gibt es ja die Bausteine …….

Der Mann neben dem Hydranten, der Hydrant neben dem Mann

Ich habe keinen der Beiden gefragt, ob ich sie fotografieren darf, ich wollte nicht aufdringlich sein. Aber der Herr in braunem Leder hat mich wegen dieser perfekten Kleidung magisch angezogen und ich fragte mich selbst, wie er das so hinbekommen hat, ob das Zufall oder Absicht war und ob diese Lederkluft gegen die Kälte hilft, was sie wiegt und deswegen sicher eine stattliche Figur zum Tragen benötigt. So ist das auch mit dem Hydranten. Das Rot ruft nach Aufmerksamkeit und das Material zeigt Solidität. Deshalb fand ich das Zusammentreffen der Beiden ein passendes Motiv um fotografisch festzuhalten. Es war mir ein Vergnügen.

Die Bilder sind wieder da! Aber nur als Fotografie.

Am 31.1.26 habe ich mich mit dem Bus versuchsweise auf den Weg nach Aurich gemacht. Ohne die Apps Navigator oder Fahrplaner wäre das nichts geworden. Aber es ist gut gegangen, ich brauchte keinen Parkplatz suchen und mich nicht durch den nervigen Verkehr zwängen. Ich hatte vor einiger Zeit 4 kleine SuperAcht-Filme und einige Farbnegative zum Digitalisieren zu einem netten Fotogeschäft nach Aurich gebracht und die waren fertig. So konnte ich nun erleben, wie sich etwa 1965 unsere damalige Boxerhündin Conny ihrer aufdringlichen Welpen erwehrte, wie meine Schwester und ich uns – in welchem See weiß ich nicht mehr – nass spritzten und wie der rasante Bikini aus Cannes von 1960 aussah. —- Besonders erfreut haben mich die Fotografien von einer Bilderreihe etwa von 1992, da ging es mir um alte Mörtelkübel aus Metall, die ich in einer Reihe gestellt bei einer Fahrradtour durch die Krummhörn gefunden hatte. Die Bleistiftskizzen mit eingeschriebenen Farbangaben fand ich heute auch noch. Diese Kübel musste ich unbedingt malen. Die Bilder sind auf Papier 70×100 mit Acrylfarben und Kohle gemalt, anschließend auf Leinwand geklebt und auf Keilrahmen gespannt. Warum ich diese Bilder nicht mehr habe, kann ich mir nicht erklären. Gekauft hat sie sicher niemand, weil dieses Motiv doch zu schräg war.

Mörtelkübel 1, 2, 3, ca. 1992, Acryl und Kohle auf Papier auf Leinwand