Die Bilder sind wieder da! Aber nur als Fotografie.

Am 31.1.26 habe ich mich mit dem Bus versuchsweise auf den Weg nach Aurich gemacht. Ohne die Apps Navigator oder Fahrplaner wäre das nichts geworden. Aber es ist gut gegangen, ich brauchte keinen Parkplatz suchen und mich nicht durch den nervigen Verkehr zwängen. Ich hatte vor einiger Zeit 4 kleine SuperAcht-Filme und einige Farbnegative zum Digitalisieren zu einem netten Fotogeschäft nach Aurich gebracht und die waren fertig. So konnte ich nun erleben, wie sich etwa 1965 unsere damalige Boxerhündin Conny ihrer aufdringlichen Welpen erwehrte, wie meine Schwester und ich uns – in welchem See weiß ich nicht mehr – nass spritzten und wie der rasante Bikini aus Cannes von 1960 aussah. —- Besonders erfreut haben mich die Fotografien von einer Bilderreihe etwa von 1992, da ging es mir um alte Mörtelkübel aus Metall, die ich in einer Reihe gestellt bei einer Fahrradtour durch die Krummhörn gefunden hatte. Die Bleistiftskizzen mit eingeschriebenen Farbangaben fand ich heute auch noch. Diese Kübel musste ich unbedingt malen. Die Bilder sind auf Papier 70×100 mit Acrylfarben und Kohle gemalt, anschließend auf Leinwand geklebt und auf Keilrahmen gespannt. Warum ich diese Bilder nicht mehr habe, kann ich mir nicht erklären. Gekauft hat sie sicher niemand, weil dieses Motiv doch zu schräg war.

Mörtelkübel 1, 2, 3, ca. 1992, Acryl und Kohle auf Papier auf Leinwand

Gestern: Auf zwei Biere mit André Kirbach und Maike Peters-Heidemann in der Kunsthalle Emden

Es ging um die Frage „Was macht Kunst eigentlich wertvoll?“ Es war ein sehr informativer und vergnüglicher Abend. André hat uns in sein Universum mitgenommen, ich hätte gerne noch länger zugehört.

Des Rätsels Lösung

In meiner näheren Umgebung fiel mir schon seit längerer Zeit an einer Weggabelung ein kleiner Gegenstand auf, der neben der Straße an einem in den Boden gerammten Stab hing. Bis heute war ich zu bequem um vom Rad zu steigen und mir diesen Gegenstand näher anzusehen. Doch heute musste ich sowieso absteigen, weil mir ein Fahrzeug mit Überbreite entgegenkam.

Eigentlich hatte ich eine kleine Kamera erwartet, die die vorbeifahrenden Radfahrer zählt. Soetwas hatte ich nämlich irgendwo gelesen. Das wars nicht.

Dieser kleine Holzkasten ist mit kleinen Türchen abgedeckt, auf denen steht:

NI MM

LI ES

Die Buchstaben sind wahrscheinlich mit der Laubsäge sorgsam ausgesägt worden. Das I hat sich schon verabschiedet.

Also habe ich die Türen aufgeklappt und ich fand völlig perplex einige kleine Exemplare von

„Bibelteil Das Wort Gottes. Das Evangelium nach Lukas“ in dem Kästchen.

Anscheinend ist die sonderbare Ausstrahlung dieser Installation so mächtig, dass sie vor Zerstörung schützt. Das merke ich mir.

Greetsieler Woche 2025 – Jazz + Matjes

„Old and Young“ spielten hervorragend, die Matjes auf Schwarzbrot oder wahlweise für Feinschmecker auf Rosinenstuten waren unwiderstehlich. Die Finger glänzten vom Fett und der Zwiebelduft in den Räumen war dominierend.

Der eigentliche Schwerpunkt der diesjährigen Greetsieler Woche – die Bildende Kunst – war nicht mehr zu erkennen. Aber darauf hatten es wohl die Veranstalter auch nicht abgesehen, leider. –

Hier die Abbildung einer Schülerarbeit – natürlich außer Konkurrenz gezeigt – , die mich überzeugt und begeistert hat.

Honig für Kunst und Gesellschaft

ein Projekt der Kunststiftung Krummhörn e.V. und Prof. Dr. Hartmut Kraft, Köln, in der kirbach.Galerie in Pilsum / Krummhörn vom 17. Mai bis 19. Juli 2025

Zu sehen sind Arbeiten von Joseph Beuys und von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern wie Hede Bühl, Felix Droese, Heiner Koch, Michael Buthe, Rolf Iseli, Timm Ulrichs, Herbert Zangs, Björn Noergaard, Walter Vogel, Ute Klophaus, Robert Filliou, Jürgen Klauke, Falko Marx, Bernhard Johannes Blume, Rune Mields, C.O. Päffgen, Heinz Günter Prager, Johannes Brus, Ulrike Rosenbach, George Brecht, und Bernard Schultze/Ursula Schultze-Bluhm. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll die Vielfalt der Herangehensweisen an dieses Thema.

Bücher zum Bienen-Thema lagen auch aus. Da „stach“ mir die Biene Maja von 1921 buchstäblich ins Auge.

und das Buch von Georg Klein (Bunde Ostfriesland) „Im Bienenlicht“ von 2023 mußte ich unbedingt auch in die Hand nehmen.

Leider habe ich nicht nachgesehen, von wem der Umschlag ist.

Bienenwiese in Hamswehrum

Die „Bienenwiese“ ist ein Projekt der Kunststiftung Krummhörn e.V. Die dort aufgestellten „Bienenkästen“ von Bettina Bürkle aus Stuttgart weisen auf die Problematik des Bienensterbens hin, aber die auf der Wiese stehenden Obstbäume kämpfen dagegen an.

Gestern wurde bei strahlender Sonne die Einweihung gefeiert. Es war ein schöner Moment.

Wächterin der Saftbar

Bienenkästen von Bettina Bürkle (Teil der über die Wiese verteilten Installation)

Gute Aussicht für die Kunststiftung Krummhörn e.V.