art Düsseldorf, letzte Woche

Die Fahrt von Emden nach Düsseldorf und zurück mit dem IC in 3 Stunden und 10 Minuten und die Rückfahrt in einem ICE war problemlos und entspannt. Ich benutze sonst nur mit dem Deutschland-Ticket die Regionalzüge und bemerke einen großen Unterschied, vor allen Dingen was die Sauberkeit betrifft.

Auf der Messe traf ich Lore Bert *1936 am Stand von Dorothea van der Koelen wieder. 2019 habe ich L.B. in Venedig parallel zur Biennale in der Kirche San Samuelle gesehen. Damals drohte aqua alta und ich hatte Bedenken um die Sicherheit ihrer schönen Papierarbeiten.

Amber Watts erklärte mir am Stand von Galerie Bene Taschen die feinen Fotografien aus dem Ruhrgebiet von Rudi Meisel. Es war für mich total beruhigend nach all den anderen Aufgeregtheiten auf der Messe: die hohe Qualität der Fotografien ist nicht nur mir aufgefallen.

Raquel Algaba *1992 am Stand von Reiners Contemporary Art fiel mir auf.

Ich habe lange überlegt warum. Vielleicht weil mir die Verwendung von Bildelementen so gefällt, die auf andere mir unbekannte Kulturen verweist.

Anne Imhof im Kunsthaus Bregenz „Wish You Were Gay“

Da ich 2017 im Oktober wegen eines Sturms meine Venedigreise absagen mußte, konnte ich die Performances von Anne Imhof im Deutschen Pavillon nicht sehen (sie bekam dafür den Goldenen Löwen). Deshalb war ich auf die Ausstellung in Bregenz sehr gespannt.

Der Zugang war für mich mühsam, obwohl ich einiges im Vorfeld gelesen hatte. Und ich war froh über das Motorrad, den still in der Gegend herumliegenden Helm und die auf Bänken liegenden Jacken. Auch daß ich auf einem der riesigen Bilder schemenhaft eine Figur entdeckte, die sich die Hand wie eine Pistole an die Schläfe hielt.

Die Inszenierungen auf den drei Etagen des Kunsthauses waren technisch unglaublich aufwändig und stellen sich durch das Ergebnis selbst infrage.

Gut ging es mir im Treppenhaus

und im Keller, als ich den Katalog von Anna Boghiguian „Period of Change“ von 2022, in den Händen hielt und darin blättern konnte (1946 in Kairo geboren) und auch Preisträgerin des Goldenen Löwen, ich denke für ihr Lebenswerk. Hier ihr Charakterkopf:

Tee in Venedig

Englischer Pavillon

 

Venedig im Juni 2013

was mir auffiel:

das Ratterm der Rollkoffer,

die unermüdliche Cellistin am Fondamento di Santa Lucia,

die elektrische Kerze in der Chiesa degli Scalzi,

die zarten Asiatinnen,

der letzte Buchbinder von Venedig,

der herrliche Tee im Englischen Pavillon