Ich habe sie das letzte Mal am 30.6.26 im Kunstbunker gesprochen und ihren Abschied als 1. Vorsitzende des Bochumer Künstlerbundes erlebt. Der Blumenstrauß und auch die anerkennenden Worte für ihre 9 Jahre Vorstandsarbeit kamen mir irgendwie schüttern vor. Aber so läuft es. Leider habe ich keine Gelegenheit gefunden, J.K. persönlich zu danken. Vor vielen Jahren fragte mich J.K., was oder wer mich mit Bochum verbindet. Ich antwortete: der Friedhof. Ja.
Fotografien
Filmfest Emden – Film Douglas Gordon by Douglas Gordon am 6.6.2026 11 Uhr in der VHS Emden
Leider kam ich etwas zu spät und wurde im Dunkeln zu einem Platz geleitet. Der Film hatte gerade angefangen, langsam stieg ich in den Film ein. Ich begriff, dass es sich auf der einen Seite um eine Dokumentation über den Künstler Douglas Gordon handelt, andererseits auch um eine Dokumentation über das Machen dieses Films und die Gespräche darüber zwischen dem Regisseur Finlay Pretsell und dem sehr lebendigen und erfolgreichen Künstler ( vieles zu erfahren unter www.douglasgordonart.com, 1966 * in Glasgow, 1996 Turner Preis, Mitglied der Akademie der Künste Berlin). Auf seiner website habe ich den Satz gefunden: I AM THE CURATOR OF MY OWN MISERY (2010).

Nach Ende des Film befragte Edzard Wagenaar den Regisseur Finlay Pretsell (links) über das Zustandekommen dieses Kunstfilms. Die Annäherung an den Künstler war wohl nicht leicht und der Filmtitel deutet darauf hin.
Leider konnten auch Zuschauer Fragen an den Regisseur stellen. Besonders eine Zuschauerin hatte nicht verstanden, dass es sich nicht um einen Spielfilm gehandelt hat und begann ihre Maßstäbe, die sie bei einem Spielfilm verwendet, auch hier einzusetzen. Ich wollte nicht abwarten, wie sich Edzard dagegen zur Wehr setzt und verließ die Veranstaltung, auch weil ich mich fremdschämte.
art Düsseldorf, letzte Woche
Die Fahrt von Emden nach Düsseldorf und zurück mit dem IC in 3 Stunden und 10 Minuten und die Rückfahrt in einem ICE war problemlos und entspannt. Ich benutze sonst nur mit dem Deutschland-Ticket die Regionalzüge und bemerke einen großen Unterschied, vor allen Dingen was die Sauberkeit betrifft.
Auf der Messe traf ich Lore Bert *1936 am Stand von Dorothea van der Koelen wieder. 2019 habe ich L.B. in Venedig parallel zur Biennale in der Kirche San Samuelle gesehen. Damals drohte aqua alta und ich hatte Bedenken um die Sicherheit ihrer schönen Papierarbeiten.
Amber Watts erklärte mir am Stand von Galerie Bene Taschen die feinen Fotografien aus dem Ruhrgebiet von Rudi Meisel. Es war für mich total beruhigend nach all den anderen Aufgeregtheiten auf der Messe: die hohe Qualität der Fotografien ist nicht nur mir aufgefallen.
Raquel Algaba *1992 am Stand von Reiners Contemporary Art fiel mir auf.

Ich habe lange überlegt warum. Vielleicht weil mir die Verwendung von Bildelementen so gefällt, die auf andere mir unbekannte Kulturen verweist.
Die Bilder sind wieder da! Aber nur als Fotografie.

Am 31.1.26 habe ich mich mit dem Bus versuchsweise auf den Weg nach Aurich gemacht. Ohne die Apps Navigator oder Fahrplaner wäre das nichts geworden. Aber es ist gut gegangen, ich brauchte keinen Parkplatz suchen und mich nicht durch den nervigen Verkehr zwängen. Ich hatte vor einiger Zeit 4 kleine SuperAcht-Filme und einige Farbnegative zum Digitalisieren zu einem netten Fotogeschäft nach Aurich gebracht und die waren fertig. So konnte ich nun erleben, wie sich etwa 1965 unsere damalige Boxerhündin Conny ihrer aufdringlichen Welpen erwehrte, wie meine Schwester und ich uns – in welchem See weiß ich nicht mehr – nass spritzten und wie der rasante Bikini aus Cannes von 1960 aussah. —- Besonders erfreut haben mich die Fotografien von einer Bilderreihe etwa von 1992, da ging es mir um alte Mörtelkübel aus Metall, die ich in einer Reihe gestellt bei einer Fahrradtour durch die Krummhörn gefunden hatte. Die Bleistiftskizzen mit eingeschriebenen Farbangaben fand ich heute auch noch. Diese Kübel musste ich unbedingt malen. Die Bilder sind auf Papier 70×100 mit Acrylfarben und Kohle gemalt, anschließend auf Leinwand geklebt und auf Keilrahmen gespannt. Warum ich diese Bilder nicht mehr habe, kann ich mir nicht erklären. Gekauft hat sie sicher niemand, weil dieses Motiv doch zu schräg war.


Mörtelkübel 1, 2, 3, ca. 1992, Acryl und Kohle auf Papier auf Leinwand
Alberto Giacometti in der Kunsthalle Bremen

hier beim Überqueren der Rue d’Alésia, 1961, Fotografie von Henri Cartier-Bresson. Die Spiegelungen entstanden beim Fotografieren in der Kunsthalle.

Mir kam in dieser sehr schönen Ausstellung der Gedanke, ob die Gebilde unter den Köpfen wohl ein Abbild der Berge sind, die für Giacometti so wichtig waren?
Eindrücke von einem sehr kurzen Klinikaufenthalt

Das ist jetzt nicht die Klinik, aber dieses einsame Haus auf dem Klinikgelände hatte es mir angetan. Auch das nur noch schwach zu erkennende Schachbrett im Vordergrund. Vielleicht der Beginn einer Geschichte?

Dieser runzelblättrige Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) hat lange keinen Regen mehr erlebt und wird ihn auch nicht mehr erleben.

So sah er mal aus.

Ich war über das Kreuz in meinem Zimmer sehr glücklich.
Finissage am Sonntag, 17.8.2025 11 Uhr

Bei der Eröffnung waren sehr interessierte Besucherinnen und Besucher anwesend, vielen Dank!

Ute rückt gerade.

„Ottos Mantel 2“ zwischen „Schornstein“ und „Raum“ und „Aufgewickelt“ in der Ecke.

„5 Tage im Schloss“ und „Pusteblume“ und meine Nasenspitze, die demnächst ganz anders aussehen wird.

„Für Clara 1 – 4“ von 2022, Collage auf Holz.
Danke an Jutta für die Fotos.

„Fünf Kleine“ von 2016, Öl auf Holz.
Es hat mir und den Arbeiten gut getan, in sehr angenehmer Umgebung gezeigt zu werden.

Und ja, mein Buch „Was bleibt“ ist noch bis Sonntag für 15 Euro zu bekommen.
Judy Chicago: Revelations in der Kunsthalle Recklinghausen vom 4.5. bis 17.8.2025
Judy Chicago (*1939) war mir hauptsächlich durch The Dinner Party (1974-1979) bekannt. Es hat mich ziemlich umgehauen, was von ihr in der Kunsthalle Recklinghausen gezeigt wird. Es gibt viel zu lesen, viele Interviews, Videos, Vorarbeiten der Dinner Party, Fotos vom farbigen Rauch und Feuerwerk usw.

Vorarbeiten zur Dinner Party

Am meisten haben mich die Arbeiten berührt, die ihr Interesse und Judys Einsatz für die bedrohte Umfeld zeigen. Hier verwundbare, benutzte, verletzte und verwaiste Bäume von 2014.
Die schöne Handschrift von J.Ch. wird souverän als Bildelement benutzt.

Die Ausstellung ist sehr sehenswert, die Führungen zu empfehlen.
Bochumer Künstler*innen 2024 im Kunstmuseum Bochum vom 16.11.24 bis 02.02.2025


Am 6.11.24 werde ich meinen Beitrag nach Bochum bringen und dort im Museum aufbauen. Ich bin sehr auf diese Ausstellung gespannt. Sie wird auf jeden Fall eine andere sein wie sonst.
erfreuliche Nachricht

Diese mail hat mich sehr gefreut, ich habe nicht damit gerechnet. Von 451 Bewerbungen wurden 18 einjuriert.
Meine Publikation wird heißen: „was bleibt“. Es wird ein 72seitiger Katalog werden, in dem alle meine Projekte, Objekte, Installationen und Environments seit etwa 1980 enthalten sein werden. Das wird viel Zeit kosten, weil es teilweise noch analoge Fotografien sind, von denen ich die Negative heraussuchen muß.

Vielleicht verwende ich dieses Foto für den Titel. Es ist eine uralte Brosche meiner Großmutter, die samt dazugehörender Bluse, die natürlich vorher ein Kleid war, ca. 1944 mit im Fluchtgepäck war.