art Düsseldorf, letzte Woche

Die Fahrt von Emden nach Düsseldorf und zurück mit dem IC in 3 Stunden und 10 Minuten und die Rückfahrt in einem ICE war problemlos und entspannt. Ich benutze sonst nur mit dem Deutschland-Ticket die Regionalzüge und bemerke einen großen Unterschied, vor allen Dingen was die Sauberkeit betrifft.

Auf der Messe traf ich Lore Bert *1936 am Stand von Dorothea van der Koelen wieder. 2019 habe ich L.B. in Venedig parallel zur Biennale in der Kirche San Samuelle gesehen. Damals drohte aqua alta und ich hatte Bedenken um die Sicherheit ihrer schönen Papierarbeiten.

Amber Watts erklärte mir am Stand von Galerie Bene Taschen die feinen Fotografien aus dem Ruhrgebiet von Rudi Meisel. Es war für mich total beruhigend nach all den anderen Aufgeregtheiten auf der Messe: die hohe Qualität der Fotografien ist nicht nur mir aufgefallen.

Raquel Algaba *1992 am Stand von Reiners Contemporary Art fiel mir auf.

Ich habe lange überlegt warum. Vielleicht weil mir die Verwendung von Bildelementen so gefällt, die auf andere mir unbekannte Kulturen verweist.

Die Bilder sind wieder da! Aber nur als Fotografie.

Am 31.1.26 habe ich mich mit dem Bus versuchsweise auf den Weg nach Aurich gemacht. Ohne die Apps Navigator oder Fahrplaner wäre das nichts geworden. Aber es ist gut gegangen, ich brauchte keinen Parkplatz suchen und mich nicht durch den nervigen Verkehr zwängen. Ich hatte vor einiger Zeit 4 kleine SuperAcht-Filme und einige Farbnegative zum Digitalisieren zu einem netten Fotogeschäft nach Aurich gebracht und die waren fertig. So konnte ich nun erleben, wie sich etwa 1965 unsere damalige Boxerhündin Conny ihrer aufdringlichen Welpen erwehrte, wie meine Schwester und ich uns – in welchem See weiß ich nicht mehr – nass spritzten und wie der rasante Bikini aus Cannes von 1960 aussah. —- Besonders erfreut haben mich die Fotografien von einer Bilderreihe etwa von 1992, da ging es mir um alte Mörtelkübel aus Metall, die ich in einer Reihe gestellt bei einer Fahrradtour durch die Krummhörn gefunden hatte. Die Bleistiftskizzen mit eingeschriebenen Farbangaben fand ich heute auch noch. Diese Kübel musste ich unbedingt malen. Die Bilder sind auf Papier 70×100 mit Acrylfarben und Kohle gemalt, anschließend auf Leinwand geklebt und auf Keilrahmen gespannt. Warum ich diese Bilder nicht mehr habe, kann ich mir nicht erklären. Gekauft hat sie sicher niemand, weil dieses Motiv doch zu schräg war.

Mörtelkübel 1, 2, 3, ca. 1992, Acryl und Kohle auf Papier auf Leinwand

Alberto Giacometti in der Kunsthalle Bremen

hier beim Überqueren der Rue d’Alésia, 1961, Fotografie von Henri Cartier-Bresson. Die Spiegelungen entstanden beim Fotografieren in der Kunsthalle.

Mir kam in dieser sehr schönen Ausstellung der Gedanke, ob die Gebilde unter den Köpfen wohl ein Abbild der Berge sind, die für Giacometti so wichtig waren?

Eindrücke von einem sehr kurzen Klinikaufenthalt

Das ist jetzt nicht die Klinik, aber dieses einsame Haus auf dem Klinikgelände hatte es mir angetan. Auch das nur noch schwach zu erkennende Schachbrett im Vordergrund. Vielleicht der Beginn einer Geschichte?

Dieser runzelblättrige Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) hat lange keinen Regen mehr erlebt und wird ihn auch nicht mehr erleben.

So sah er mal aus.

Ich war über das Kreuz in meinem Zimmer sehr glücklich.

Finissage am Sonntag, 17.8.2025 11 Uhr

Bei der Eröffnung waren sehr interessierte Besucherinnen und Besucher anwesend, vielen Dank!

Ute rückt gerade.

„Ottos Mantel 2“ zwischen „Schornstein“ und „Raum“ und „Aufgewickelt“ in der Ecke.

„5 Tage im Schloss“ und „Pusteblume“ und meine Nasenspitze, die demnächst ganz anders aussehen wird.

„Für Clara 1 – 4“ von 2022, Collage auf Holz.

Danke an Jutta für die Fotos.

„Fünf Kleine“ von 2016, Öl auf Holz.

Es hat mir und den Arbeiten gut getan, in sehr angenehmer Umgebung gezeigt zu werden.

Und ja, mein Buch „Was bleibt“ ist noch bis Sonntag für 15 Euro zu bekommen.

Judy Chicago: Revelations in der Kunsthalle Recklinghausen vom 4.5. bis 17.8.2025

Judy Chicago (*1939) war mir hauptsächlich durch The Dinner Party (1974-1979) bekannt. Es hat mich ziemlich umgehauen, was von ihr in der Kunsthalle Recklinghausen gezeigt wird. Es gibt viel zu lesen, viele Interviews, Videos, Vorarbeiten der Dinner Party, Fotos vom farbigen Rauch und Feuerwerk usw.

Vorarbeiten zur Dinner Party

Am meisten haben mich die Arbeiten berührt, die ihr Interesse und Judys Einsatz für die bedrohte Umfeld zeigen. Hier verwundbare, benutzte, verletzte und verwaiste Bäume von 2014.

Die schöne Handschrift von J.Ch. wird souverän als Bildelement benutzt.

Die Ausstellung ist sehr sehenswert, die Führungen zu empfehlen.

erfreuliche Nachricht

Screenshot

Diese mail hat mich sehr gefreut, ich habe nicht damit gerechnet. Von 451 Bewerbungen wurden 18 einjuriert.

Meine Publikation wird heißen: „was bleibt“. Es wird ein 72seitiger Katalog werden, in dem alle meine Projekte, Objekte, Installationen und Environments seit etwa 1980 enthalten sein werden. Das wird viel Zeit kosten, weil es teilweise noch analoge Fotografien sind, von denen ich die Negative heraussuchen muß.

Vielleicht verwende ich dieses Foto für den Titel. Es ist eine uralte Brosche meiner Großmutter, die samt dazugehörender Bluse, die natürlich vorher ein Kleid war, ca. 1944 mit im Fluchtgepäck war.

der letzte Joint

gefunden im Januar 2007 in einer hinterlassenen Wohnung. Es schien so, daß nicht allein geraucht wurde. Das Gefundene wurde säuberlich in eine kleine Tüte gepackt und beschriftet. Dieses kleine Päckchen ist nun in einer ganz anderen Wohnung wieder aufgetaucht, wo es 17 Jahre darauf gewartet hatte. Es löste Erinnerungen aus, die schwer zu ertragen sind.

Die Schlagzeile im Nachrichten-Ticker heute 16.29 Uhr: Teil-Lagalisierung: Cannabis-Gesetz ist unterschrieben…und kann wie geplant am 1. April in Kraft treten – läßt mich ratlos zurück. Ich hoffe, daß es dem Gesetz gelingt, alle unter 18jährige vom Konsum bzw. von anderen Konsumenten fernzuhalten. Ich wünsche mir Untersuchungen über die Begleiterscheinungen und Spätfolgen des Cannabis-Konsums.

Details

Gestern in Aurich im Theater Lazarett „Fluten am Tag“, ein installatives und interaktives Theaterprojekt mit und von Eike Schmidt und Anna Renner

Ohne Schuhe laufen wir über Holzstege zum Strand und das Meer empfängt uns. Die Illusion, an einem freundlichen Tag am Meer zu sitzen und sich von den auflaufenden Wellen die nackten Füße lecken zu lassen, stellt sich ein. Eine dünne Folie wird bewegt, wird zur Welle, dann entstehen daraus Lebewesen. Den Freiraum, welche es sein könnten, bekommen die Zuschauerkinder gestellt. Ich selbst mußte bei den zusammengedrückten und geknüllten Figuren plötzlich an Alberto Giacometti denken. Den Gefahren, die von den plötzlich aufziehenden Wettern kommen, weichen wir in die „Bar“ aus. Dort können wir – als wären wir außerhalb eines Riesenaquariums-, dem Gezeitenwechsel und den vorbeisausenden Fischen zusehen. Das schlechte Wetter hat sich beruhigt und wir gehen vorsichtig zurück zum Strand, vorbei an einem brütenden Seevogel, der ein zu-nahe-Kommen überhaupt nicht mag. – Im Sand baut Eike Schmidt eine Versuchsanordnung auf: Tablett, 2 Teetassen, ein Stövchen, eine Kaffeekanne, Kluntjes, Sahne. Er wird nun versuchen zu klären, wohin das Wasser (der Tee) bei Ebbe verschwindet und trinkt dagegen an…..